»Zeitmaschine«
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Die »Zeitkompressionsmaschine«
Es war einmal ein außergewöhnlich reicher und schöner Planet. Dessen einfallsreiche Bewohner erfanden einst zu ihrem eigenen Vergnügen eine gigantische Maschine. Wie überrascht waren sie jedoch, als sie herausfanden, daß sie mit ihrer Maschine die Zeit verdichten konnten. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Eigenschaft zwang die kolossale Erfindung die Bewohner dazu, sich einiger Mißstände in ihrem Leben bewußt zu werden - Mißstände, die zwischen liebgewordenen, festen Gewohnheiten und ihren eigenen Überlebensaussichten standen.
Ein zentraler Mechanismus der Maschine bestand darin, daß sich vier mächtige Entwicklungen wie gigantische Kolben gleichzeitig aufeinander zubewegten. Die vier Entwicklungen waren nur schwer zu erkennen und noch schwerer anzugehen, vielleicht weil sie von den sehr einfallsreichen Bewohnern des Planeten selbst geschaffen worden waren. Die »Zeitkompressionsmaschine«, die von diesen begabten, doch leider kurzsichtigen Erfindern entwickelt worden war, ist in Abb. 1 dargestellt. Bei genauerer Betrachtung werden Ihnen diese Leute, ihr Planet und ihre »Zeitkompressionsmaschine« wahrscheinlich sehr bekannt vorkommen.
Die »Zeitkompressionsmaschine« besteht aus vier Entwicklungen, die wie gesagt ähnlich vier gigantischen Kolben mit unterschiedlicher Geschwindigkeit auf denselben Punkt zusteuern. Stellen Sie sich zwei Kolben als Eisberge vor:
• Die »Überalterung der Bevölkerung« sowie
• die »globale Klimaveränderung und das Aussterben der Arten« -, beide bewegen sich langsam, aber unaufhaltsam in Richtung auf dieselbe Stelle.
Die beiden anderen gigantischen Kolben:
• Die »Währungsinstabilität« einerseits und
• die »Informationsrevolution« andererseits - bewegen sich schneller und unregelmäßiger wie Schiffe, die »Titanic« zum Beispiel, ebenfalls zur gleichen Zeit auf dieselbe Stelle zu.
Diese vier »Megatrends« sollen im folgenden kurz beschrieben werden. Jedes Thema wird dabei zu einer knappen »Geldfrage« zusammengefaßt, einer Grundsatzfrage, auf die es innerhalb der nächsten zehn Jahre gewollt oder ungewollt eine Antwort geben wird. Anschließend zeigen wir, wie aus diesen »Geldfragen« die Chance entstehen kann, einen nachhaltigen Wohlstand in die Realität umzusetzen.
Der erste Schritt ist die Erkenntnis, daß »für den Vogel Strauß schwere Zeiten anbrechen«, wie das Magazin The Economist am 1. 1. 1999 schrieb. Wenn jemand wie ein Strauß seinen »Kopf in den Sand steckt«, weil er eine Gefahr nicht sehen will, findet er vielleicht kurzzeitig seelischen Halt, doch lebenswichtige Teile seiner »Anatomie« sind stark gefährdet. Kurz gesagt, ist es also an der Zeit, unsere Köpfe aus dem Sand zu ziehen.
Fangen wir an mit der Überalterung der Bevölkerung - es ist die langsamste dieser Entwicklungen, doch gleichzeitig auch die, die unvermeidlich kommen wird.