Allergien bei Hund und Katz!
Auch bei unseren Tieren sind Allergien immer öfter zu beobachten.
Wie bei vielen anderen Erkrankungen sind auch hier wieder gewisse Rassen, wie Deutscher Schäfer, Westhighland Terrier und der Mops häufiger betroffen, aber auch Mischlinge neigen immer mehr zu Allergien. Allergien treten auf, wenn das Tier auf einen an sich harmlosen Stoff, der überall vorkommen kann, überreagiert. Jeder Hund und jede Katze kann in seinem Leben eine Allergie entwickeln. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Futtermittelallergie oder einer Allergie gegen Pollen, Pilzsporen, Milben oder Flöhen (Abb.1). Allergien beginnen meist ab einem halben Jahr. Die Tiere haben meist Juckreiz und dadurch Hautprobleme, wie gerötete Haut, Haarverlust und offene Stellen. (siehe Abb.2.). Es kann aber auch vorkommen, dass das Tier einfach nur öfter an einer Ohrenentzündung leidet und sonst keinerlei Symptome zeigt.
Die Diagnose einer Allergie basiert immer auf dem Vorbericht sowie einer klinischen Untersuchung. Die genaue Untersuchung umfasst immer auch ein Hautgeschabsel, das wir dann im praxiseigenen Labor mittels Mikroskop unter- suchen. Manchmal genügt eine einfache Parasitenbekämpfung mit einem geeigneten Mittel, manchmal müssen aber auch andere Untersuchungen durchgeführt werden. Je nach Schweregrad und Dauer der Symptome haben wir alle Möglichkeiten von Hautbiopsien bis hin zum Allergietest. Der Allergietest dient dazu den Auslöser zu finden. Beim Futtermittelallergietest werden 16 Futtermittel getestet, wie z.Bsp. Rind, Reis, Fisch oder Huhn auf die das Tier reagiert.
Nahrungsallergene sind eigentlich normale Bestandteile der Nahrung und können in jedem Futter enthalten sein. Der Test gegen Umweltallergene beinhaltet z.Bsp. Gräser,- und Kräuterpollen, Schimmelpilze oder unsere allseits bekannten Hausstaubmilben. Die Behandlungserfolge sind abhängig von der Zusammenarbeit Tierbesitzer und Tierarzt. Ein Flohallergiker braucht einfach nur eine regelmäßige Flohbekämpfung. Bei einer Futtermittelallergie muss entweder ein spezielles Futter gekauft werden oder der Besitzer kocht selber. Bei jüngeren Tieren besteht auch die Möglichkeit eine Sensibilisierung durchzuführen. Hautprobleme sind nicht immer leicht und schnell zu behandeln. Es bedarf einer exakten Diagnose um den Tieren helfen zu können. Gehen Sie rechtzeitig bei Hautproblemen zum Tierarzt, denn am Anfang ist der Weg zur schnellen Heilung leichter. Wir wünschen unseren Patienten einen schönen Sommer.
Ihre Tierarztpraxis Dr.Andrea Sedar