Bereits 600 Millionen Liter Wasser durchgeflossen
Transportleitung Oststeiermark wasserrechtlich überprüft
Für so manches politisch motivierte Großprojekt ist die rechtliche Genehmigung eine wahre Odyssee. Der Wasserverband Transportleitung Oststeiermark hat alle Verfahren zügig abgeschlossen.
Seit 2010 rinnt durch die Transportleitung Oststeiermark kostbares Trinkwasser. Das rund 15 Millionen Euro teure Projekt zur Sicherung der Wasserversorgung in der Oststeiermark hat nun die letzte Hürde genommen. „Lediglich vier kleine Mängel wurden im Zuge der wasserrechtlichen Überprüfung beanstandet. Diese konnten wir innerhalb von wenigen Tagen beseitigen“, ist der Obmann der 60 Kilometer langen Wassertransportleitung, LAbg. Josef Ober, stolz. Die Wasserader von Graz (dort wird sie von der Holding Graz gespeist) bis nach Hartberg hat somit ihren Wasserrechtsbescheid. Die Leitung quert über 800 Grundstücke, die 300 verschiedenen Grundbesitzern gehören. Der Überprüfungsbescheid darf damit als Zeichen für eine außerordentlich gewissenhafte Umsetzung gewertet werden.
Dass die Leitung gerade in sommerlichen Trockenperioden bereits gut genutzt wird, zeigt der jüngst erzielte Rekordwert. „Im Juli hatten wir einen Tag, an dem 3,5 Millionen Liter durch die Transportleitung geflossen sind. Das ist der bisherige Tagesrekord, aber nur ein Drittel von dem, was die Leitung schafft“, berichtete Martin Pesendorfer, Geschäftsführer des Wasserverbandes Transportleitung Oststeiermark. 600 Millionen Liter Wasser sind seit Bestehen der Leitung durchgeflossen. Elf Verbände und Versorger beziehen von der TLO Wasser, darunter auch die Stadtwerke Gleisdorf GmbH. Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark ist vom nun im Vollbetrieb befindlichen Jahrhundertprojekt überzeugt: „Die TLO bringt uns eine nie dagewesene Versorgungssicherheit.“ In der Pumpstation Albersdorf-Prebuch, der Wasserdrehscheibe Oststeiermark, erklärte Werksleiter Karl Hierzer die technischen Voraussetzungen eines Leitungssystems dieser Größenordnung. Von der Pumpstation ausgehend werden Weiz, Gleisdorf und der Wasserverband Grenzland Südost mit kostbarem und, wie Martin Pesendorfer versicherte, „bakteriologisch einwandfreiem“ Wasser versorgt. „Mit der TLO wurde gewährleistet, dass die Trinkwasserversorgung zu hundert Prozent in öffentlicher Hand bleibt“, ist der Weizer Bürgermeister Helmut Kienreich zufrieden.
LAbg. Ing. Josef Ober
Dipl.-HTL-Ing. Martin Pesendorfer
Obmann Transportleitung